21.09.2020

STEFAN ZWEIG: INTERNATIONALE NETZWERKE

Mit renommierten Universitäten in Europa, den USA und in Lateinamerika arbeitet des Stefan Zweig Zentrum seit seiner Gründung zusammen. Es versteht sich als kulturwissenschaftliches Zentrum zur Erforschung der österreichischen Literatur und Kultur. Das Werk Stefan Zweigs und der geistesgeschichtliche Kosmos seiner Epoche stehen dabei im Zentrum.

Stefan Zweig, der von 1919 bis 1934 in Salzburg wohnte, ist nicht nur der Verfasser von weltberühmten Novellen, Biographien und Essays. In Salzburg entwickelte er auch sein europäisches Selbstverständnis, von hier aus knüpfte er seine bis heute faszinierenden intellektuellen Netzwerke.

2008 wurde mit einem Kooperationsvertrag von Stadt Salzburg, Bundesland Salzburg und Paris Lodron Universität Salzburg (PLUS) das Stefan Zweig Zentrum Salzburg  gegründet. Neben internationalen akademischen Kooperationen wurden die enge Zusammenarbeit mit kulturellen Institutionen am Standort Salzburg vereinbart, sowie gemeinsame Aktivitäten innerhalb der PLUS.

Seit seiner Gründung hat das Zentrum mit einer Vielzahl von Editionen und internationalen Konferenzen entscheidende Impulse gegeben, Leben und Werk des österreichischen Autors neu zu bewerten. 

Kooperation: international

Das Zentrum setzt auf internationale Zusammenarbeit, sei es mit Universitäten, wissenschaftlichen Netzwerken oder interdisziplinären Partnerschaften – mit dem Ziel, Ausstellungsprojekte mit Archiven und Museen oder internationale Kongresse durchzuführen. Beispielsweise mit der Universität Sorbonne in Paris, mit amerikanischen Universitäten wie Berkeley und Yale, mit der Bibliothek für Fremdsprachen in Moskau, mit der Universität São Paolo in Brasilien, mit der University of London und mit der Universität Verona.

Im wissenschaftlichen Dialog, durch Dozierenden-Austausch, Forschungsaufenthalte für Lehrende und Studierende, wechselseitige Vortragstätigkeit, Studierenden-Fellowships und Konferenzen wird die Auseinandersetzung mit Stefan Zweig und der österreichischen Moderne vertieft und in verschiedenen Publikationen (wie dem Stefan-Zweig-Handbuch oder den Bänden der Zweig-Schriftenreihe) präsentiert.

Kooperation: vor Ort

Vor Ort kooperiert das Zentrum mit kulturellen Einrichtungen wie den Salzburger Festspielen, dem Landestheater Salzburg, dem Salzburg Museum und der Stadt:Bibliothek. Doch auch innerhalb der PLUS erwächst Kompetenz aus Kooperation: So etwa durch die Herstellung einer Datenbank für die Erfassung der Fotos von Zweig, die mit dem Fachbereich Informatik realisiert wurde. Oder durch die Digitalisierung verschiedener Briefwechsel des Schriftstellers für die Plattform ‚zweig digital‘ - ein Vorhaben, das derzeit mit dem Literaturarchiv der PLUS geplant wird. In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Germanistik entsteht eine neue, von K. Renoldner und W. Michler betreute Edition der Werke von Stefan Zweig beim Zsolnay Verlag in Wien.

Resümee

Arturo Larcati, Direktor des Stefan Zweig Zentrums: „Unser Anliegen ist es, mit unserer Arbeit zur internationalen Profilierung der PLUS maßgeblich beizutragen, mit unserem Museum aktive Erinnerungsarbeit zu leisten, aber auch ein lebendiger Ort der Begegnung und der Ausbildung für junge WissenschaftlerInnen zu sein.“

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Dr. Arturo Larcati ist Universitätsprofessor und seit 2019 Direktor des Stefan Zweig Zentrums in Salzburg.

Barrierefreiheit: Kurzbeschreibung des Bildes

Arturo Larcati im SZZ (Fotonachweise: Luigi Caputo)


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    Bis zum 31. Oktober ist die Bewerbung auf zwei Dissertationspreise (dotiert mit jeweils 2.000 Euro) möglich:
    Der Orientierungstag ist eine Informations- und Welcome-Veranstaltung, die Studienanfänger*innen den Einstieg ins Studium erleichtert.
    In diesem Semester gibt es ab 28.09.2020 keine persönliche Anmeldung zu den USI-Kursen, um eine unnötige Menschenansammlung zu vermeiden.
    Die armenische Religionsanthropologin Dr. Yulia Antonyan (Staatliche Universität Jerevan) und die österreichische Armenologin und Leiterin des ZECO Zentrum zur Erforschung des Christlichen Ostens, Univ.Doz.Dr.Dr.h.c. Jasmine Dum-Tragut Bakk.rer.nat., gehören zu den Siegern eines internationalen Forschungswettbewerb in Armenien.
    Kleine Unternehmen zwischen Handwerk, Dienstleistung und Industrie
    Die Starting Grants werden seit 2007 jährlich vergeben und ermöglichen herausragenden Forscher/innen die Durchführung innovativer Forschungsvorhaben. Die Förderpreise werden in hochkompetitiven Wettbewerben vergeben und stellen für die geförderten Forscher/innen eine bedeutende wissenschaftliche Auszeichnung dar. Dieses Jahr gingen 11 ERC Starting Grants nach Österreich, Forster erhielt den einzigen im Bereich Informatik. 13,3% aller Einreichungen wurden heuer vom ERC gefördert.
    Bereits zum 10. Mal vergab die PLUS in Kooperation mit der Kaiserschild-Stiftung die Dr. Hans-Riegel-Fachpreise im Bundesland Salzburg, heuer im Gesamtwert von 6600 Euro. Zum Jubiläum betonte Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Hendrik Lehnert: „Mit einer Dekade Nachwuchsförderung im MINT-Bereich setzte die PLUS früh einen richtungsweisenden Maßstab, der aktuell mit den MINT-Labs ausgebaut wird. Wegbereiter und Jurykoordinator Maurizio Musso hat neben vielen anderen die Kooperation fruchtbar mitgestaltet.
    Wichtige Termine und Informationen zur Anmeldung für die Kurse am Sprachenzentrum im Wintersemester 2020/21
    Auch historioPLUS musste sich, so wie viele andere auch, an die veränderten Umstände aufgrund von Covid-19 anpassen. Aus diesem Grund erscheint heuer der aktuelle Jahrgang etwas später als in den vergangenen Jahren.
    Seit fast 20 Jahren ist das Sprachenzentrum im Bereich Interkomprehensionsdidaktik tätig – Anlass genug, um namhafte Expert*innen im Bereich Mehrsprachigkeitsdidaktik zu vereinen, um den aktuellen Forschungsstand im Bereich Interkomprehension darzustellen. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist der Sammelband „Lehr- und Lernkompetenzen für die Interkompehension. Perspektiven für die mehrsprachige Bildung“ (Band 10 der Salzburger Reihe zur Lehrer/innen/bildung).
    Programmleitung und Gesprächsführung: Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner
    Gerade in Zeiten von Corona hat sich gezeigt, wie wichtig die digitale Unterstützung der Studierenden im Uni-Alltag ist. Das Projekt „On Track“ – auf dem Weg bleiben vereinigt digitale und soziale Welten. Es startet zum richtigen Zeitpunkt!
    Frequently Asked Questions (FAQ) zum Corona-Semester
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