08.06.2018

Lehrpreise verliehen

Am Tag der Universität wurden exzellente Lehrende aus den Bereichen Anglistik u. Amerikanistik, Systematische Theologie, Philosophie und Psychologie mit dem Lehrpreis ausgezeichnet.

Egozentrik, mangelnde Empathie und Entwertung anderer sollte vor allem in der Lehre keinen Platz haben. Und doch trägt unsere Gesellschaft immer häufiger Züge des Narzissmus, erläuterte Reinhard Haller, Psychiater und Psychotherapeut, beim „Tag der Universität“. Die exzellenten Lehrenden brachen seine Beobachtungen auf.  

Vorlesungen haben normalerweise eine ganz bestimmte Art der Wissensvermittlung: den Frontalunterricht. Das sieht Erik Schleef, Professor am Institut für Anglistik und Amerikanistik, in seiner Lehrveranstaltung „Introduction to English Linguistics“ etwas anders. „Ich wollte ein Konzept entwickeln, das den Studierenden viele verschiedenen Methoden zum Fitwerden an die Hand gibt“, sagte er bei der Präsentation am „Tag der Universität“. Und das ist ihm gelungen. Nicht nur, dass der Notendurchschnitt signifikant sank – die Jury des Excellence in Teaching Awards erkannte Schleef für diesen Lehrveranstaltungsaufbau auch den ersten Preis zu. Sie begründete ihre Entscheidung damit, dass es „gelungen ist, den konventionellen frontalen Unterrichtsmodus auf kreative Art und Weise in einen interaktiven umzuwandeln.“ Schleef stellt  Probeklausuren samt Auflösung und Bewertungsschlüssel ebenso wie einen Course Guide zur Verfügung. Die Vorlesung wird laufend von anwendungsorientierten Übungen unterbrochen. Zusätzlich werden Tutorien und Blackboardübungen angeboten.

Platz Zwei ging an Martin Dürnberger, Assistenz-Professor am Fachbereich Systematische Theologie und sein Lehrveranstaltungslayout zu Thema „Theologie und Glaube“. Die Jury lobte die Elemente des flipped/inverted classroom sowie das problem based learning, aber auch „die humoristischen, spannenden Szenarien, die durch ihre surreale Färbung dazu beitragen, dass sich Studierende besser auf die unterschiedlichen Fälle einlassen können.“

Den dritten Platz errang Pascale Anna Lötscher mit ihrem Design der Übung mit Vorlesung zum Thema „Sprachphilosophie“ am Institut für Philosophie. Sie erhielt die Auszeichnung unter anderem für die gelungene Struktur der Lehrveranstaltung: „Sowohl der Aufbau der einzelnen Einheiten, als auch der gesamten Lehrveranstaltung wird transparent gemacht und darüber hinaus werden zudem Metaziele angegeben, die über diese Lehrveranstaltung hinaus ins aufbauende Studium führen“, lautete die Begründung der Jury.

Das Seminar „Aktuelle Forschungsfelder der Psychologie (Zivilcourage)“ von Frau Mag. Alice Krenn/FB Psychologie ist die von Studierenden am besten evaluierte Lehrveranstaltung unter allen Einreichungen. Die Jury hebt besonders hervor "dass die Zivilcourage an sich insgesamt ein aktuelles Thema ist, und daher die gut überlegte Aufbereitung dieses Themas durch die Lehrende einen sehr wichtigen Beitrag zum Lehramtsstudium leistet. Ein Ziel der Lehrveranstaltung ist es, die Handlungskompetenz der Studierenden in diesem Bereich zu stärken. Neben fachlichen Kompetenzen gelingt es der Lehrenden auch Sozialkompetenz und Methodenkompetenz zu vermitteln. Theorie und Praxis sind sehr gut aufeinander abgestimmt und diverse Übungen ermöglichen den Studierenden das angeeignete Wissen auch auszuprobieren. Besonders herauszustellen ist zudem, dass durch verschiedene Rollenspiele ein guter Zugang zu der Thematik gefunden werden kann. Diese werden diskutiert und Feedback wird anhand vorher festgelegter Feedbackregeln gegeben. Zudem werden die Erkenntnisse aus Rollenspiel und Diskussion in den Schulalltag transferiert und in diesem Setting erneut diskutiert. Den Studierenden zufolge ist der Aufbau so gestaltet, dass viele Übungen und Anregungen in den Schulalltag übernommen werden können und somit eine sehr hohe Praxisrelevanz gegeben ist."    

Ihre Themen zu transportieren und Lernen zu ermöglichen – das alles klingt nach allem anderen als nach Narzissmus. Und doch machte Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller deutlich, dass unsere Gesellschaft deutlich weniger empathisch, egozentrischer und entwertender werde: „Wir denken an unsere Zeit, nicht an die Zukunft.“ Der Auslöser für narzisstische Störungen liege stets in Kränkungen, berufliches und privates Scheitern sei häufig darauf zurückzuführen. Die Medien seien voll davon, „das meistfotografierte Motiv der Welt ist das Ich.“

Fotonachweis: Andreas Kolarik/Uni Salzburg, (v.l.n.r.): Ass.-Prof. Dr. Martin Dürnberger, Univ.-Prof. Dr. Erik Schleef, Pascale Lötscher, MA , Mag. Alice Krenn

Mag. Gabriele Pfeifer

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